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Satirische Kurzgeschichten und Grotesken

Kulli auf Block

Satirische Kurzgeschichten online lesen: schräg, schwarz, kostenlos

Kurzgeschichten sind meine liebste Form. Kurz genug, um sie in der Straßenbahn zu lesen, lang genug, um dem Leser gehörig den Tag zu verderben – oder ihn zu retten, je nach Tagesform. Seit Jahrzehnten schreibe ich sie, und über 500 Stück sind dabei zusammengekommen: satirische Kurzgeschichten, Grotesken, Parabeln und allerlei Zwitterwesen, die sich keiner Gattung fügen wollen.

Hier finden Sie eine Auswahl, die ich nach und nach erweitere. Da ist der alte Mann, der lieber allein im Bus sitzt als in vollen Zügen lebt und daheim einen höchst verdächtigen Spielautomaten hütet. Da ist der Bergsteiger, der beim Optiker eine ganze Belegschaft an den Rand der Verzweiflung bringt. Da sind die modernen Samariter, die nach einem Unfall lieber um Nackensteaks feilschen, als Erste Hilfe zu leisten. Da ist ein kleiner Junge, der seinem Vater vor einem Obdachlosen eine Lektion in Anstand erteilt, und Rox, der Ferkelfisch, der partout nicht weiß, was er sein will. Und da ist der freundliche Herr Sonnenschein, über den die Nachbarn nur Gutes sagen. Noch.

Manche Texte lesen Sie in drei Minuten, für andere sollten Sie sich eine halbe Stunde und eine Kanne Tee gönnen. Alle Geschichten können Sie kostenlos online lesen. Klicken Sie sich ruhig quer durch – eine sinnvolle Reihenfolge gibt es ohnehin nicht.

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Artikel für Hefte & Magazine

Groteske, Satire und schwarzer Humor: Was diese Geschichten verbindet

Was meine Geschichten verbindet? Vermutlich der Verdacht, dass die Wirklichkeit längst absurder ist als jede Erfindung. Ich muss gar nicht viel dazudichten. Es reicht, genau hinzusehen: an der Supermarktkasse, im Wartezimmer, am Unfallort, im Treppenhaus. Dort, wo Menschen glauben, niemand schaue so genau hin, zeigen sie ihr wahres Gesicht. Und das ist selten so freundlich wie das von Herrn Sonnenschein.

Meine Satire zielt dabei nicht auf Schwache, sondern auf Gier, Gleichgültigkeit, Spießertum und die kleine Bosheit, die in jedem von uns schlummert, mich eingeschlossen. Der Humor ist schwarz, manchmal pechschwarz, die Sprache verspielt und gelegentlich altmodisch. Wer leichte Unterhaltung mit garantiertem Happy End sucht, ist hier falsch. Wer gern über Dinge lacht, über die man eigentlich nicht lachen dürfte, fühlt sich vermutlich bald zuhause. Und ja, Kafka hat Spuren hinterlassen: Seinem Romanfragment „Amerika“ habe ich sogar ein eigenes Ende geschrieben.

Manche meiner Texte erschienen in Literatur- und Satiremagazinen, Anthologien und Fanzines, andere schlummerten bislang unveröffentlicht in der Schublade. Eine größere Sammlung erscheint als Buch bei Tredition. Neue Kurzgeschichten kommen hier regelmäßig hinzu. Schauen Sie also wieder vorbei. Und wenn Ihnen eine Geschichte gefallen hat (oder gründlich missfallen), schreiben Sie mir. Beides lese ich gern.

Kulli auf Block